Historie

Die Abtei diente den Äbten von Prüm (Eifel), zu deren Besitztümern die Kirche des heiligen Goar seit dem 8. Jahrhundert gehörte, als Wohnung, wenn diese sich in St. Goar aufhielten. Nachdem die Grafen von Katzenelnbogen den Besitz der Prümer Äbte übernommen hatten, nahmen Burgmänner der Rheinfels das Gebäude zum Wohnsitz. 1577 wurde hier der herrschaftliche Getreidespeicher eingerichtet. Erst 1922 wurden die letzten Reste der alten Abtei abgebrochen.

An der Stelle des ‚Hotels Am Markt‘ befand sich ursprünglich die Abtei. Von 1860 bis 1907 stand dann dort das königlich-preußische bzw. das kaiserliche Postamt. Hier wurde ein Stück St. Goarer Postgeschichte geschrieben: 1867 wurde der Telegrafenbetrieb aufgenommen, seit 1898 konnten die St. Goarer aus einer öffentlichen Sprechzelle Telefongespräche führen.

An der Stelle der heutigen evangelischen Stiftskirche St. Goar standen schon verschiedene Gotteshäuser. Wo einst Goar seine Kapelle errichtet hatte und wo auch sein Grabgewölbe lag, ließ die Abtei Prüm zwischen 772 und 781 eine neue Kirche erbauen.

 

Nach wiederholten Kirchenbränden und Umbauten wurde in den Jahren 1444 bis 1469 das Langhaus der heutigen Stiftskirche von Graf Philipp von Katzenelnbogen, der auf der Burg Rheinfels residierte, errichtet. Es ist eine spätgotische, dreischiffige Emporenhalle mit eingebautem Westturm, welche charakteristisch für gotische Kirchenbauten am Mittelrhein ist.

Die romanische Hallenkrypta aus dem 11. Jahrhundert, in der sich das Grab des heiligen Goar befand, blieb bestehen und ist somit heute der älteste Teil der Kirche. Der spätromanisch-frühgotische Chor mit seinen Flankentürmen stammt aus der Zeit um 1250. Die Langhausausmalung ist zwischen 1469 und 1489 entstanden. Damit besitzt die Stiftskirche den bedeutendsten Bestand spätgotischer Wandmalereien am Mittelrhein
Quelle.: www.st-goar.de

 

 

Historische Fotografien